Auf Basis der bisherigen Überlegungen sollten wir nun wissen, an welchen Stellen im Unternehmen was in welcher Form und zu welchem Zweck geschieht und damit insbesondere, wo von wem welche Informationen benötigt werden. Nun verbleiben zwei weitere wichtige Fragen: Erstens, die Priorisierung der gewonnenen Ergebnisse aus Kosten-/Nutzen- bzw. Risikosicht und damit auch, wo und mit welchem Zeithorizont wir aus fachlicher Sicht eine (verbesserte) Planung und Steuerung am dringendsten benötigen. Zweitens, und das mag zunächst vielleicht überraschen, welcher technische Lösungsweg von der ersten Etappe bis zu unserem Ziel skaliert, mit unseren Anforderungen also souverän mitwächst. Dabei geht es jedoch noch nicht um technische Details. Vielmehr muss die Frage geklärt werden, wie sich bestehende technische Rahmenbedingungen, IT-Architekturen und Lösungskonzepte im Sinne der IT-Governance langfristig auf unser Vorhaben auswirken. Dazu gehört auch die Klärung der Frage, inwieweit wir Vorhandenes prinzipiell nutzen können und ob wir Lösungen kaufen oder doch selbst entwickeln müssen. Den ganzen Beitrag lesen »
Monatsarchiv für März 2011
Bei der Vorbereitung des HMD-Schwerpunktheftes zum Thema „Application Management“ habe ich mich immer wieder gefragt, ob wir Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker es unseren Studierenden nicht schuldig sind, sie verstärkt in diesem Thema auszubilden. Klar, einzelne Bausteine sind nicht das Problem. In der Anwendungsentwicklung wird einiges gelehrt, auch in Fächern wie Anwendungssysteme, und das Informationsmanagement hat ITIL natürlich auch schon lange entdeckt. Aber ganzheitlich über den gesamten Zyklus hinweg, ohne dass Betrieb und Wartung nur stiefmütterlich erwähnt werden, scheint mir dieses Thema kaum angeboten zu werden. Woran liegt das? Dass der erste Teil des Lebenszyklus Projekt- und der hintere Routinegeschäft ist, scheint mir nicht überzeugend genug. Vielleicht hat jemand von Ihnen Erfahrung damit – als Studierender oder Lehrender? Aber natürlich interessieren mich auch die Meinungen aus der Praxis. Vielleicht gibt es dort auch gar keinen Bedarf nach „Application Managern“ mit Hintergrundwissen aus Uni-Zeiten … Wie bei vielen ganzheitlichen Themen könnte man argumentieren, dass die Erfahrung in den Einzelgebieten Voraussetzung ist, um die übergeordneten Zusammenhänge und zentralen Herausforderungen gut genug zu verstehen. Ist das hier auch so?
Ich freue mich über Ihre Meinung zu diesem Thema!
18.03.2011
Gutes Web, schlechtes Web
Welches sind Ihre Erfahrungen mit der neuen Bürgerbewegung? Halten Sie Communitys im Web für sinnvoll? Welche Chancen bestehen für die Nutzung dieser Communitys für unsere Demokratie, für unsere Wirtschaft? Wo sehen Sie mögliche Gefahren? Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare!
In der letzten Folge hatten wir uns mit der grundsätzlichen Frage nach einer DWH-Strategie beschäftigt. Dabei ist deutlich geworden, dass zu Beginn geklärt werden muss, welche Bereiche des Unternehmens (vorrangig) im Data Warehouse abgebildet, welche Informationen also (vorrangig) aufgenommen werden sollen. Da bei Nutzung einer Data-Warehouse- bzw. BI-Lösung der “Appetit stets beim Essen kommt” (Sie können sich sicher sein, das ist grundsätzlich so, denn − optisch und vor allem inhaltlich − gut gestaltete Berichte üben eine magische Anziehungskraft aus), sind Vorüberlegungen zwingend notwendig. Nur so lassen sich die Datenmenge, aber auch das später darauf aufbauende Berichtswesen langfristig sicher beherrschen und die Investitionen in Mensch und Maschinen nachhaltig schützen. Denn die Möglichkeit, über etwas zu berichten bzw. etwas analysieren zu können, muss aus Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten stets in einem sinnvollen Verhältnis zu den einmaligen und vor allem laufenden Kosten der Lösung stehen. Das ist mitunter gar nicht so einfach. Wie findet man heraus, was überhaupt möglich ist? Den ganzen Beitrag lesen »
01.03.2011
Unser Data-Warehouse-Projekt (II) – die DWH-Strategie als erste Etappe auf dem Weg zur BI-Lösung
In der ersten Folge haben wir uns die DWH-Grundlagen angesehen. Spielen wir das nun einmal für Ihr Unternehmen durch. Sie haben einige wenige bis einige Dutzend unternehmensinterne und -externe IT-Systeme, die Ihnen Daten liefern könnten. Sie enthalten unzählige interessante Daten von Kunden, Lieferanten, aus der Produktion, der Entwicklung, dem Lager, dem Marketing, dem Controlling, der Finanzabteilung usw. So weit sehr gut, das ist Ihr Datenschatz, Ihr „Information Asset“. Den Schatz brauchen Sie für die Planung und Steuerung: Um einen Überblick über Ihre Finanzen zu behalten, um im globalen Sturm der Märkte wettbewerbsfähig zu bleiben, und zur Erfüllung einiger Berichtspflichten gegenüber Behörden und Abschlussprüfern ist er zudem meist auch ganz nützlich. Also erst einmal her mit allen Daten, könnten Sie nun sagen, man kann ja nie wissen, das könnte ja alles interessant oder wichtig oder beides sein. Und Plattenplatz ist schließlich billig, der neue Server auch. Doch Vorsicht! Den ganzen Beitrag lesen »

