Lauren Drell hat einen interessanten Beitrag zu den freiwilligen Sozialleistungen von einigen Silicon-Valley high-tech Unternehmen zusammengestellt: Google, Twitter, Facebook, LinkedIn, Tagged, Eventbrite, gaia (BTW: eine _sehr_ nette grafische Aufbereitung!). Zu finden unter http://mashable.com/2011/10/17/google-facebook-twitter-linkedin-perks-infographic/.
Perks in Silcon Valley (image links to http://mashable.com/2011/10/17/google-facebook-twitter-linkedin-perks-infographic/)
Um als Arbeitgeber attraktiv zu sein, müssen Sie also schon was bieten. Flexi-time ist Standard; Gratis-Snacks und Kaffee sind Schnee von gestern. Autowäsche in Europa vielleicht ungewöhnlich; Fitnessclub im Allgemeinen und Pilates im Besonderen sind wohl eher in unserem Vorstellungsbereich. Dann kommen noch die Spiele, von (natürlich!) Computer Games bis hin zum Wuzelautomat (Tischfußball). Und Gesundheits- und Pensionsversicherung als “Topping” (bzw. in US schon eher Notwendigkeit …).
Schöne neue Welt – wir wissen ja wie hart der “war for talents” schon ist und dass er noch härter werden wird. Spannend wäre aber doch zu wissen, mit welchen Inhalten, Ideen, gedanklichen Freiräumen zur Gestaltung, usw. versucht wird für ArbeitnehmerInnen attraktiv zu sein. Oder wie man “einfach nur” ein gutes Betriebsklima schafft. Schließlich ist es ja in erster Linie entscheidend mit wem ich Kaffee trinke oder im Fitnessclub bin. Aber vielleicht bin ich ja nur neidisch …
Meinungen?
S. Reich


Interessanter Beitrag. Die Vergünstigungen werden wohl weiterhin zunehmen auf der Suche nach “Talenten”. Es ist ja auch verständlich, dass man als Unternehmen attraktiv sein will/muss, um attraktive Arbeitnehmer anzuziehen und zu halten.
Paradox an der ganzen Sache ist allerdings, dass man als gewinnbringender Arbeitnehmer zwar immer mehr Amüsement geboten bekommt, dass aber in manchen Branchen (siehe IT) die Zahl der Ausgebrannten zunimmt – auch wenn diese anfangs Feuer und Flamme für ein tolles großes Unternehmen waren. Der Druck nimmt zu. Das ist zumindest der Eindruck, den ich aus meinem Bekanntenkreis so mitbekomme.
Die Frage ist, welche Ventile Unternehmen schaffen können. Vielleicht ist bei den Top-Unternehmen bald der Hauspsychologe obligatorisch, der den Arbeitnehmern dann hilft, wenn die Arbeit alleine nicht mehr die Erfüllung ist und der Druck zu arg ist. Autogenes Training, Boxen gegen den Frust usw. Das könnte bald Einzug halten.
Schöner wäre es natürlich, wenn man durch ein tolles Betriebsklima gegen den Druck anarbeiten könnte oder eine Atmosphäre schaffen könnte, in der so mancher Frust kompensiert werden kann. Das ist nicht obligatorisch und im Grunde mehr wert als immer bessere materielle Vergünstigungen zu schaffen. Dann wäre es meiner Meinung nach gar nicht nötig sich zu Tode zu amüsieren.
Das ist nur meine Meinung, andere mögen es anders sehen.