Archiv 'IT-gestützes Lernen & Wissensmanagement'

Das Schwerpunktheft Nummer 280 (August 2011) der HMD – Praxis der Wirtschaftsinformatik befasst sich mit Communitys im Web.

Da ergibt sich die Frage inwiefern die Blogosphäre für die Wissenschaft (selbst) relevant ist. Braucht die Wissenschaft Blogs? Wie verändern Blogs das wissenschaftliche Arbeiten? Kommen Wissenschaftler heutzutage im Alltag ohne Blogosphäre überhaupt noch aus? Können Sie ohne Blogsphäre den Anspruch an Exzellenz erfüllen?

Ich möchte drei Gründe aufführen, warum ich glaube, dass eine aktuelle Wissenschaft ohne Blogs gar nicht funktionieren kann:

  1. Interdisziplinäres Arbeiten: Viele Wissenschaftsdisziplinen sind mittlerweile interdisziplinär, d.h., sie brauchen den (schnellen) Austausch von ersten, rohen Gedanken in der Community. Steven Harnard bezeichnet das als “scholarly skywriting” (siehe etwa http://en.wikipedia.org/wiki/Scholarly_Skywriting). Harnard dachte ursprünglich (1987) eher an Mail, Newsgroups und Internetforen; er hätte wohl auch explizit “Blogs” angeführt, wenn es sie zu diesem Zeitpunkt schon gegeben hätte. Blogs erlauben es schnell Ideen, (kontroverse) Fragen, usw. an eine breite Leserschaft zu kommunizieren, sich Feedback zu holen, um damit die generelle Richtung (schneller) erkennen zu können und gezielt(er) Vorgehen zu können.
  2. Lehre: in der akademischen Lehre ist ebenfalls der Austausch mit den StudentInnen und zwischen den StudentInnen in digitaler Form wesentlich. Lernprozesse können in Blogs sehr gut dokumentiert werden, man kann den Lernfortschritt, Fragen, Probleme, usw. der Komilitonen sehen und selbst daraus lernen. Und durch Kommentare und Diskussionen tragen alle zum Verständnis bei.
  3. Wissenschaftskommunikation: (Teil-)Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten lassen sich direkt über Blogs ausgezeichnet kommunizieren. Das soll nicht heissen, dass man damit eine Alternative zum wissenschaftlichem Review schaffen kann. Aber für Berichte oder kurze Updates über den Verlauf und aktuellen Stand von Forschungsarbeiten, ersten Erfolgen oder auch Misserfolgen, Meilensteinen, usw. sind Blogs eine perfekte Plattform.

Ohne Blogs geht also in der Wissenschaft nichts mehr.

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IT-gestütztes Lernen und Wissensmanagement – findet zusammen, was zusammengehört?

Zu den meist diskutierten Themen unserer Tage gehören „Lernen“, insbesondere auch in Form des lebenslangen Lernens, und „Wissen“, sei es im Großen, wenn es um die Wissensgesellschaft geht, oder im Kleinen, wenn es um Wissensmanagement geht. Unbestritten dürfte sein, dass beide Themen in allen Institutionen, privaten und öffentlich-rechtlichen, eine hochaktuelle und gewichtige Rolle spielen, da sich Mitarbeiter kontinuierlich fort- und weiterbilden sollen, und dass das in der Institution bestehende Wissen gesichert und – idealerweise – ausgebaut werden sollte. Und bei diesen Zielstellungen kommt der Unterstützung durch die IT eine maßgebliche Aufgabe zu: durch die Zurverfügungstellung einer passenden Infrastruktur für IT-gestütztes Lernen und IT-gestütztes Wissensmanagement. Den ganzen Beitrag lesen »

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Cartoon des HMD-Cartoonisten Markus Grolik zum Thema “IT-gestütztes Lernen & Wissensmanagement” (HMD 277)

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